NAB 2020 – Kunst trifft Wissenschaft

MINT News

Unter diesem Motto stand die Künstlerresidenz des südafrikanischen Künstlers Mbongeni Buthelezi an der Universität Bayreuth. Auf Einladung des Sonderforschungsbereichs „Mikroplastik“, des Exzellenzclusters „Africa Multiple“, des Iwalewahaus und des Freundeskreises Iwalewahaus e.V. war er im Februar 2020 erneut in Bayreuth zu Gast, nachdem er die Stadt und die Universität im Sommer 2019 erstmals kennengelernt hat.

Mit seiner spektakulären Malweise hat er weltweit viel Aufmerksamkeit erregt. Mbongeni Buthelezi verarbeitet gesammelten Plastikmüll. Durch das Erwärmen von Folie mit einer Wärmepistole verklebt er das weiche Material zu einem neuen Werk. Auf den ersten Blick sehen die Arbeiten wie Ölgemälde aus. Es entstehen Porträts, aber auch riesige Werke auf Außenwänden, die durch die Farbintensität und die charakteristische Art der künstlerischen Formgebung Betrachter:innen in den Bann ziehen. Der verwendete Plastikmüll hat eine umweltpolitische Botschaft: Es wird noch nicht genug gegen Plastikabfall gemacht – weltweit.

Die Künstlerresidenz von Mbongeni Buthelezi am Iwalewahaus entstand durch die zukunftsweisende Kooperation von Freundeskreis, Sonderforschungsbereich Mikroplastik der Universität Bayreuth sowie Cluster of Excellence „Africa Multiple“ der Universität Bayreuth.

Ab dem 27. Februar 2020 fand eine mehrtägige „Science Rallye“ und eine Serie von ArtWorkshops statt. Die Veranstaltungsformate verknüpften künstlerische, materialwissenschaftliche und umweltpolitische Zugänge zum Werkstoff „Plastik“ und schlugen so in Bezug auf dieses hochaktuelle Thema eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft. In die Zeit der Künstlerresidenz von Mbongeni Buthelezi fielen auch das 1. Bayreuther Mikroplastik-Symposium, veranstaltet vom SFB „Mikroplastik“, sowie ein Workshop des Exzellenzclusters „Africa Multiple“ zum Thema „On Worlds and Artworks“.
Eine viel beachtete Pop-Up-Galerie in einem Leerstand in der Bayreuther Innenstadt konnte realisiert werden. Dadurch gelang die Verbindung zwischen Künstler, Freundeskreis, Universität und Bayreuther Bevölkerung auf eindrucksvolle Weise.

Öffentliche Veranstaltungen vermittelten Einblicke in sein künstlerisches Schaffen und zugleich in natur- und umweltwissenschaftliche Aspekte des Werkstoffs Plastik.

Erfolgreicher kann man gar nicht Vernetzung und Zusammenarbeit in sehr unterschiedliche Richtungen betreiben – Mit der Künstlerresidenz von Mbongeni wurde in idealer Weise gezeigt, wie Kunst und Naturwissenschaften zusammenarbeiten können und gleichzeitig haben konnte mit diesem wunderbaren Künstler und Vermittler Brücken zur lokalen Bevölkerung und vor allem zu Bayreuther Schüler:innen geschlagen werden.

©Universität Bayreuth

©UNI Bayreuth / Künstler Mbongeni Buthelezi